Bikini selber nähen – Schritt für Schritt zu deinem individuellen Bikini-Oberteil

Bikini selber nähen:
Schritt für Schritt zu deinem individuellen Bikini

Ein selbst genähter Bikini ist nicht nur ein echter Hingucker am Strand oder Pool, sondern auch die perfekte Möglichkeit, deine Bademode ganz nach deinen Wünschen zu gestalten. Ob auffällige Muster, schlichte Uni-Farben oder trendige Prints – beim Bikini selber nähen entscheidest du selbst über Design, Passform und Material. In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du ein klassisches Bikini-Oberteil mit herausnehmbaren Cups nähst.
Bikini selber nähen

Welcher Stoff eignet sich zum Bikini nähen?

Für einen Bikini solltest du einen hochwertigen Bademodenstoff beziehungsweise Badelycra verwenden. Diese Stoffe bestehen meist aus Polyamid und Elasthan und sind speziell für Badebekleidung entwickelt worden. Sie sind chlorbeständig, schnelltrocknend, elastisch und behalten auch nach vielen Einsätzen ihre Form.

Zusätzlich empfiehlt sich ein passendes Badefutter. Es erhöht den Tragekomfort, sorgt für mehr Stabilität und verhindert, dass der Stoff im nassen Zustand durchsichtig wird.

Für die Beinabschlüsse und den Bund benötigst du außerdem Wäschegummi beziehungsweise Badegummi. Dieser sorgt dafür, dass dein Bikini angenehm am Körper sitzt, ohne einzuschneiden.

Für dein Bikini Set benötigst du:

  • Badelycra
  • herausnehmbare Bikini-Cups
  • Wäschegummi bzw. Badegummi
  • passendes Nähgarn
  • Jersey- oder Stretchnadel



  • Schere oder Rollschneider
  • Stecknadeln oder Stoffclips
  • Wendenadel
  • Maßband
  • Schneiderkreide oder Trickmarker
  • Nähmaschine mit Gerad- und Zickzackstich

Art. Nr.: BK7820
Floral bedruckter, hochelastischer Bekleidungsstoff in Mint mit süßen Gänseblümchen und UV-Schutzfaktor
15,89 € 15,89 €/Meter
Ab 10 Meter
15,59 €
Ab 25 Meter
14,69 €
Ab 100 Meter
14,09 €
Material: 82% Polyester, 18% Leinen
Art. Nr.: BK7740
Schnell trocknender, super elastischer Jerseystoff mit UV-Schutz und tollem Leo-Print
14,89 € 14,89 €/Meter
Ab 10 Meter
14,59 €
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Ab 100 Meter
13,29 €
Material: 82% Polyamid, 18% Elasthan
Art. Nr.: BK7739
Klassisches Streifendesign in maritimen Farben auf sehr elastischem und schnell trocknendem Jersey
14,89 € 14,89 €/Meter
Ab 10 Meter
14,59 €
Ab 25 Meter
13,79 €
Ab 100 Meter
13,29 €
Material: 82% Polyamid, 18% Elasthan

Bikini-Oberteil nähen – Schritt für Schritt

1. Schnitt vorbereiten & Stoff zuschneiden

Als Vorlage dient ein gut sitzendes Bikini-Oberteil. Lege dieses flach auf den Stoff oder auf Papier und pause die Form sorgfältig ab. Gib rundherum jeweils 1 cm Nahtzugabe hinzu.

Schneide anschließend alle Teile zu. Du benötigst:

  • 4 Cups
  • 2 Träger mit jeweils 65 × 4 cm
  • 1 Bindeband mit 140 × 4 cm

Achte darauf, dass die elastische Richtung des Stoffes richtig verläuft.

2. Träger und Bindeband nähen

Lege alle Bänder rechts auf rechts zusammen und schließe die lange offene Seite mit einer Nahtzugabe von einem Zentimeter. Kürze anschließend die Nahtzugabe knapp zurück. Dadurch werden die Bänder nach dem Wenden schön gleichmäßig. Nun werden alle Bänder mithilfe einer Wendenadel auf rechts gewendet.

3. Cups zusammennähen

Lege jeweils zwei Cupteile rechts auf rechts zusammen. Beim Nähen bleiben drei kleine Öffnungen frei:

  • oben etwa 1 cm
  • rechts etwa 1 cm
  • links etwa 2 cm

Die größere Öffnung wird später benötigt, um das Polster einzusetzen. Nähe die Cups mit einer Nahtzugabe von einem Zentimeter zusammen und schneide anschließend die Nahtzugaben knapp zurück.

4. Träger einsetzen

Führe nun das Trägerband mithilfe einer Wendenadel durch die obere Öffnung des Cups und ziehe es bis zu einer der seitlichen Öffnungen durch. Oben sollten lediglich etwa 0,5 cm des Bandes sichtbar sein. Verschließe die obere Öffnung nun mit einem Zickzackstich, damit das Trägerband sicher fixiert wird.

5. Cups wenden & Polster einsetzen

Ziehe nun vorsichtig am Trägerband. Dadurch wendet sich der Cup nahezu von selbst auf rechts. Streiche anschließend alle Rundungen sauber aus und wiederhole den Vorgang beim zweiten Cup.

Schiebe nun die Bikini-Polster durch die größere, etwa zwei Zentimeter breite Öffnung in den Cup. Die Wendenadel eignet sich hervorragend als kleine Hilfe, um das Polster bis in die Spitzen des Cups zu schieben. Verkleinere anschließend die Öffnung mit einigen kleinen Handstichen auf ungefähr einen Zentimeter. Dadurch bleibt das Polster austauschbar.

6. Tunnel nähen

Markiere nun am unteren Rand jedes Cups einen Abstand von 0,7 cm. Nähe entlang dieser Markierung mit einem Geradstich einen Tunnel. Diesen Arbeitsschritt wiederholst du anschließend beim zweiten Cup.

8. Bindeband einziehen

Schiebe die Wendenadel durch den Tunnel des ersten Cups und anschließend direkt durch den Tunnel des zweiten Cups. Befestige das lange Bindeband an der Wendenadel und ziehe es vollständig durch beide Cups. Jetzt kannst du beide Cups gleichmäßig ausrichten und verschieben. Damit ist dein Bikini-Oberteil bereits fertig.



Bikini-Unterteil nähen – Schritt für Schritt

Nachdem das Oberteil fertiggestellt ist, fehlt nur noch das passende Bikinihöschen. Auch hier dient ein gut sitzendes Modell als Vorlage.

1. Rückseite zuschneiden

Lege zunächst die Rückseite des Bikinihöschens auf den Stoff. Fixiere sie bei Bedarf mit Stecknadeln und pause sie inklusive 1 cm Nahtzugabe ab. Markiere anschließend sowohl oben als auch unten die Mitte des Schnittteils und verbinde beide Punkte mit einer geraden Linie. Diese bildet die spätere Bruchkante. Lege den Stoff im Bruch und schneide die Rückseite insgesamt zweimal zu.

2. Vorderseite zuschneiden

Für die Vorderseite beginnst du zunächst mit dem Schrittbereich des Höschens. Lege das Schnittteil auf den Stoff, stecke es fest und pause es ebenfalls mit 1 cm Nahtzugabe ab. Klappe das Bikinihöschen anschließend vollständig um, sodass nun die Vorderseite direkt auf dem Stoff liegt. Auch diese Form wird mit 1 cm Nahtzugabe abgepaust. Markiere wieder die Mitte und schneide die Vorderseite ebenfalls zweimal im Bruch aus.

3. Vorder- und Rückseite zusammennähen

Lege nun jeweils eine Vorderseite und eine Rückseite rechts auf rechts zusammen. Stecke die offenen Seitennähte sorgfältig fest und schließe sie mit einer Nahtzugabe von 1 cm. Kürze anschließend die Nahtzugaben. Nach diesem Schritt solltest du zwei vollständig geschlossene Höschen vor dir liegen.

4. Beide Höschen ineinanderlegen

Nun wird ein Höschen auf links gedreht. Schiebe dieses links auf links in das zweite Höschen, sodass beide Stofflagen exakt übereinanderliegen. Stecke anschließend alle Seitennähte bündig zusammen.

5. Optionaler Tipp für Anfänger

Gerade beim Nähen elastischer Stoffe lohnt es sich, beide Höschen zunächst mit einem langen Heftstich miteinander zu verbinden. Dadurch verrutschen die Stofflagen beim Annähen des Gummis deutlich weniger und das Ergebnis wird sauberer.

6. Wäschegummi annähen

Jetzt erhält das Bikinihöschen seine endgültige Passform. Lege den Wäschegummi auf der Innenseite bündig an die Stoffkante. Senke die Nadel der Nähmaschine ab und dehne den Gummi nur leicht. Fixiere ihn Stück für Stück und nähe ihn mit einem Zickzackstich fest. Arbeite dich dabei Abschnitt für Abschnitt um die gesamte Beinöffnung herum. Wichtig ist, den Gummi nur leicht zu dehnen. Wird er zu stark gespannt, kräuselt sich der Stoff später unnötig.

7. Beinabschlüsse fertigstellen

Nachdem der Gummi vollständig angenäht wurde, wird er nach innen umgeschlagen. Nähe die umgeschlagene Kante von außen nochmals mit einem Zickzackstich fest. Dadurch entsteht ein sauberer, elastischer Abschluss, wie man ihn auch bei gekaufter Bademode findet. Wiederhole diesen Arbeitsschritt an der zweiten Beinöffnung.

8. Bund nähen

Für den Bund gehst du genauso vor. Lege den Wäschegummi auf der Innenseite bündig an, nähe ihn mit leicht gedehntem Gummi fest, klappe ihn anschließend nach innen und steppe ihn von außen nochmals mit einem Zickzackstich ab.

Nun ist dein Bikinihöschen fertig!


Tipps für perfekte Ergebnisse

Beim Bikini nähen entscheidet oft die richtige Verarbeitung über das Endergebnis.

Verwende immer eine Jersey- oder Stretchnadel, damit keine Fehlstiche entstehen. Ein hochwertiges Polyestergarn sorgt für belastbare Nähte, die auch Chlor- und Salzwasser problemlos standhalten.

Ziehe den Stoff während des Nähens nicht auseinander. Der Transporteur der Nähmaschine übernimmt diese Arbeit. Wird der Stoff gedehnt, können sich später unschöne Wellen bilden.

Besonders hilfreich ist außerdem eine Wendenadel. Sie erleichtert nicht nur das Wenden der schmalen Träger, sondern hilft auch beim Einsetzen der Cups und beim Einziehen des Bindebandes.

Fazit

Ein Bikini selber nähen macht nicht nur Spaß, sondern eröffnet unzählige Möglichkeiten für individuelle Designs. Mit hochwertiger Badelycra, etwas Geduld und der richtigen Technik entsteht ein Bikini, der perfekt sitzt und genau deinem Stil entspricht.

Ob schlicht, farbenfroh oder mit auffälligen Mustern – dein selbst genähtes Bikini-Set wird garantiert zum Lieblingsstück des Sommers. Gleichzeitig lernst du den Umgang mit elastischen Stoffen und kannst dein neues Wissen auch für andere Nähprojekte wie Badeanzüge, Sportbekleidung oder Unterwäsche nutzen.

Viel Freude beim Nähen und beim ersten Sprung ins Wasser mit deinem selbst gefertigten Bikini!


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