Seersucker
Seersucker bezeichnet ein Krepp-Gewebe, welches vor allem an seiner zerknitterten Oberfläche zu erkennen ist. Dabei leitet sich der Name dieses Gewebes aus dem Persischen ab. Übersetzt bedeutet „shir o shekar“ so viel wie „Milch und Zucker.“ Im Übrigen werden derartige Stoffe aufgrund ihrer speziellen Optik auch Krinkel genannt. Die geraffte Optik, die für diesen Stoff typisch ist, entsteht dadurch, dass die Kettfäden während des Wegvorgangs unterschiedlichen Spannungen unterliegen. In diesem Fall handelt es sich um echten Seersucker. Wenn jedoch erst nachträglich faserquellende Substanzen auf den Stoff aufgebracht werden, um diese zerknitterte Optik zu kreieren, dann handelt es sich hingegen um falschen Seersucker, so dass verschiedene Arten von Seersucker bekannt und zu unterschiedlichen Preisen erhältlich sind. Ursprünglich kam Seersucker aus Indien nach Europa, wobei es sich damals noch um ein gestreiftes Satingewebe handelte, welches aus einer Mischung von Seide und Baumwolle bestand. Während Seersucker anfänglich nur für Damenmode verwendet wurde, ist dieser Stoff heute häufiger auch bei anderen Textilien zu finden.
Eigenschaften und Einsatzgebiete von Seersucker
In der Vergangenheit wurde Seersucker häufig aus Baumwolle gearbeitet. Inzwischen ist jedoch Seersucker aus Polyester gängig. Die synthetische Faser hat die Naturfaser Baumwolle zumindest bei diesem Gewebe nahezu flächendeckend ersetzt. Durch Natronlauge oder eine spezielle Prägung kann Seersucker weiter veredelt werden. Zudem ist der Stoff nicht nur bügelfrei und damit besonders pflegeleicht, sondern kann der Schweißbildung auch entgegenwirken. Aus diesem Grund ist dieses nicht nur optisch besonders ansprechende Gewebe häufig in den folgenden Bereichen im Einsatz:
· Bettwäsche· Freizeitkleidung
· Urlaubsbekleidung
· und vor allem bei Sommerkleidung
Ob Anzüge, Hemden oder Hosen, sie alle können neben Bettwäsche aus Seersucker gefertigt werden. Schließlich kann die reliefartige Oberfläche dieses Stoffs dafür sorgen, dass dieser nicht komplett am Körper des Trägers oder der Trägerin anliegt. Dies ist im Sommer sowie auch beim Schlafen von Vorteil, da die Wärme somit vom Körper abgehalten und für eine bessere Zirkulation der Luft gesorgt werden kann. Allerdings sorgt die spezielle Oberflächenstruktur auch dafür, dass dieses Gewebe im Vergleich zu anderen Textilien wesentlich weniger reißfest ist.


